Neues Internet für alle

Domainnamen

Individuelle Domains halten 2013 Einzug

Vom Verlegen des ersten Internetanschlusses in Deutschland 1990 bis heute, ist in der Welt des Internets einiges passiert. Während das Internet 1993 lediglich 1% der Informationsflüsse der weltweiten Telekommunikationsnetze ausmachte, waren es 2007 bereits 97%. Und das ist bereits 5 Jahre her.

Die unendliche Vielfalt an Online-Angeboten wird jedoch seit Jahren von einem erbitterten Rechtsstreit um Marken- und Mediennutzungsrechte überschattet. Dies verhindert jedoch nicht, dass sich die Pforten des Internets ab 2013 noch ein Stückchen weiter öffnen als bisher.

Bereits seit 7 Jahren plant die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) die Vergabe von neuen Domainendungen. Das bisher klassische Endungen wie .de oder .com klar überwiegen, soll sich nun ändern. Mit einem aufwendigen Bewerbungsverfahren konnte sich bis Juni 2011 jeder der 185.000,00$ also umgerechnet rund 150.000,00€ zu viel hatte, um eine eigene Domainendung bewerben. Binnen kürzester Zeit vervierfachte sich die erwartete Zahl an Bewerbern von 500 auf 1930 Bewerbungen, von denen jedoch einige doppelt eingingen. Aus diesem Prozedere heraus ist eine Heerschar an neuen Domainendungen, wie beispielsweise: .hotel, .app, .berlin oder .versicherung entstanden. Damit ist die heiße Phase jedoch noch lange nicht vorüber, denn nun wird entschieden, wer die Rechte an mehrfach vorgeschlagenen Domains bekommt. Können sich die Parteien nicht einig werden, sollen die Rechte an den Höchstbietenden versteigert werden. Wie zu erwarten, tauchen die Namen Google und Apple besonders häufig unter den Streitenden auf.

Währenddessen läuft die Vorregistrierung für Websites mit den neuen Endungen bereits auf Hochtouren. Laut United Domains, einem Registrierungsservice für Domain-Namen, wurden bereits über 450.000 Vorbestellung aufgegeben.

Zum ersten Mal mischt nun auch die Kirche kräftig mit. Nicht etwa weil sie auch eine eigene Endung für sich beanspruchen möchte, sondern viel mehr weil sie einige der neuen Endungen wie: .sex oder .porn als „bedeutende neue Bedrohung“ einstuft.

Nichtsdestotrotz will die ICANN im ersten Quartel 2013 die ersten erfolgreichen Vorregistrierungen bekannt geben. Ob die von ICANN prophezeite „Revolution des Internets“ dann tatsächlich eintritt, bleibt abzuwarten. 

Fakt ist jedoch:

  • Google verarbeitet pro Sekunde etwa 12.000 Suchanfragen
  • Jede Sekunde werden über 100 Bilder auf Flickr hochgeladen
  • 10 YouTube-Videos mit zusammen ca. 45 Minuten Länge werden jede Sekunde hochgeladen
  • 12.000 Status-Updates und 8.500 Kommentare werden sekündlich auf Facebook getätigt
  • Ein bisschen mehr als 1 neue Domain geht pro Sekunde online
  • Mehr als 2.800.000 E-Mails werden versendet, der Großteil Spam…
  • Knapp 2.000 Tweets muss Twitter sekündlich verarbeiten
  • Etwa 2.000 iOS-Apps werden pro Sekunde geladen 
  • Firefox wird knapp 3.000 Mal jede Sekunde heruntergeladen
  • 370.000 Menschen skypen jede Sekunde miteinander